MUG-Dissertationspreis für Dr. Henning Schlömer
29.06.2026
Die Münchener Universitätsgesellschaft verlieh in diesem Jahr acht Förderpreise an LMU-Nachwuchsforscherinnen und -forscher für ihre herausragenden Promotions- und Habilitationsprojekte.
29.06.2026
Die Münchener Universitätsgesellschaft verlieh in diesem Jahr acht Förderpreise an LMU-Nachwuchsforscherinnen und -forscher für ihre herausragenden Promotions- und Habilitationsprojekte.
Dr. Henning Schlömer, Fakultät für Physik, erhält einen Promotionspreis für seine Dissertation „Exploring the low-temperature regime of doped Hubbard models: Theoretical insights leveraging quantum simulation“.
Im Zentrum der Dissertation von Henning Schlömer stehen mehrere wissenschaftliche Durchbrüche auf dem Gebiet stark korrelierter Quantensysteme und der Hochtemperatur-Supraleitung. Kurz nach der Entdeckung neuer nickelbasierter Hochtemperatur-Supraleiter leistete er wesentliche Beiträge zu deren Verständnis und entwickelte eine der ersten überzeugenden mikroskopischen Erklärungen für die Supraleitung in diesen Materialien.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Untersuchung sogenannter Spin-Ladungs-Stripes, komplexer Ordnungsphänomene in Quantensystemen. Schlömer zeigte, wie sich diese Strukturen gezielt in Quantensimulatoren erzeugen und experimentell nachweisen lassen. Die im Fachmagazin Nature veröffentlichten Ergebnisse gelten als wichtiger Meilenstein des Fachgebiets. Darüber hinaus entwickelte er eine neue Messmethode, mit der supraleitende Korrelationen in solchen Systemen erstmals direkt untersucht werden können.
Zudem schlug Schlömer eine neue theoretische Beschreibung der sogenannten Pseudolücke in kupferbasierten Supraleitern vor. Sein Ansatz liefert konkrete Vorhersagen, die in künftigen Experimenten mit Quantensimulatoren überprüft werden können. Schlömer verbindet numerische Simulationen, analytische Theorie und moderne Verfahren des maschinellen Lernens.
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